|
Der Regen begann um halb zehn. Ich trat aus meiner engen Kammer heraus, um zu erstarren und zu glänzen -mit verschränkten Armen im Regen. Ich bin ein Schmetterling in der Kluft des Wartens. Der Regen schmiegte sich an mich, und je mehr er sich an mich schmiegte, desto mehr glich er mir. Und als du meinen zärtlichen Namen ins aufgerissene Fenster nanntest, kam der Regen zurück und legte sich zu dir. Und du liebtest den trunkenen schmachtenden Regen, mich tausendfach verratend. Nacht. Du wirfst die Sonne ins Meer damit sie fällt, fällt und zischt, bis ein Fisch mit den Augen einer Witwe sie verschlingt. Wirf mich wie eine Münze auf das düstere Pflaster einer alten Stadt und ich werde liegen, bis ein Bettler, der ein Herz hat, mich aufhebt und segnet.
Copyright © by Marjana Gaponenko |